Essen. Fidget Spinner sind das Trendspielzeug des Jahres. Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland stehen in ihrem Bann, ihr Verkauf boomt. Doch was die Wenigsten wissen: Die als triviale Spielerei getarnten Fidget Spinner könnten in Wirklichkeit Teil einer Kampagne der Öko-Industrie sein, um die Akzeptanz bei Jugendlichen und Kindern für Windkraftanlagen und Windenergie zu steigern.

Nach außen hin ist es ein harmloses Spielzeug: Eine kleine Handkreisel mit Kugellager und drehbarer, dreiblättriger Metallblüte. Vermarktet werden Fidget Spinner als therapeutische Werkzeuge gegen Stress, die meisten Käufer verstehen sie eher als kurzweiligen Spaß. Die Frage, ob sie durch ihre grundlegend gleiche Funktionsweise wie dreiblättrige Windkraftanlagen etwa dazu benutzt werden, um auf Jugendliche und Kinder unterbewusst politisch einzuwirken, wird jedoch vermieden.

Eine unterschwellige Beeinflussung hält Dr. Rudolf Heller von dem unabhängigen Lucius-Beckmann-Institut für Pädagogik und Medienpsychologie nicht für unwahrscheinlich: „Kinder saugen Informationen und Wertvorstellungen ihrer Umgebung auf wie ein Schwamm, gerade wenn es unbeabsichtigt und spielerisch geschieht“, erklärt Dr. Heller. „Ein Kind im Bann des ‚Fidget Spinner‘-Trends könnte sich unterbewusst so sehr an die Idee von rotierenden drei Metallblättern gewöhnen, dass es im Erwachsenenalter keine kritische Meinung mehr zum Thema bilden kann“. Diese Menschen würden Windturbinen nur noch als selbstverständliche Ornamente ihrer Umwelt wahrnehmen – praktisch für die Öko-Industrie.

Atomkraft Spinner - Der Gazetteur

Eher weniger subtil: Fidget Spinner im „Atomkraft? Nein Danke“-Gewand. Offensichtlichkeit als Tarnung?

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Auch gibt es das Trendspielzeug – wie könnte es anders sein – in den verschiedensten Farben und Varianten: Natürlich um „Bunte Vielfalt“ zu propagieren. Ob darüber hinaus Kinder bei der Rotation der Blätter mit etwaigen subliminalen Effekten konfrontiert werden, ist laut Dr. Heller noch nicht hinlänglich erforscht, möglich sei es aber definitiv. So oder so liegt es in der Verantwortung der Eltern, ihre Kinder vor der unterschwelligen Meinungsmache von Lobbyisten und Konzernen zu schützen.

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Foto (verändert) von Ryan Dickey / CC BY 2.0