Dresden, Köln. Ist die Berichterstattung deutscher Journalisten über sogenannte Wutbürger frauenfeindlich? Auch wenn viel über Gleichstellung geredet wird, ist Sexismus auch heutzutage überall im Alltag zu finden. Frauen werden in vielen Bereichen nach wie vor marginalisiert, ihre Leistungen werden oft nicht anerkannt.

Ein aktuelles Beispiel dafür liefert Anette S. in ihrem Beschwerdebrief an unsere Redaktion. Darin beklagt sie, dass bei Berichterstattungen in der deutschen Medienlandschaft über Pegida-Demonstrationen lediglich immer von „Rassisten“ (Substantiv, maskulin) die Rede ist. Dabei seien auch sehr viele Frauen mit dabei.

Der Ausdruck „Rassisten“ würde suggerieren, dass es sich ausschließlich oder zu mindestens hauptsächlich um Männer handelt, die gegen den Untergang des Abendlands und die Überfremdung durch Moslems auf die Straße gehen. Das wäre schlichtweg ein falsches und unfaires Bild, die Leistungen der Frau würden so wieder ein mal untergraben werden.

Deswegen fordert Anette in ihrem Brief von unserer Redaktion und von der restlichen Lügenpesse in Zukunft von „Rassist/-innen“ statt „Rassisten“ zu reden. Die Ausdrücke „Rassistinnen und Rassisten“ oder „Rassistierende“ wären ebenso in Ordnung. „So viel Zeit muss sein“, findet Anette.

Foto (verändert) von Metropolico / CC BY-SA 2.0