Fulda. Entschiedener Protest: Weil Winfried Beck die ständige Berichterstattung der Medien über Sarah und Pietro Lombardi nicht stillschweigend hinnehmen will schreibt er regelmäßig in den Kommentarbereichen von Online-Artikeln, dass ihn das Thema rund um die Lombardis absolut nicht interessiert. Der 32-Jährige will auf diesem Wege die Seitenbetreiber überzeugen, dass sich das Veröffentlichen derartiger Artikel nicht lohnt.

Seine Protesthaltung ist ihm indes sehr wichtig, es gehe schließlich ums Prinzip: „Man muss seiner Stimme Gehör verschaffen, zur Not auch mehrmals, immer wieder, bis jemand zuhört“, erklärt Beck. „Die da oben denken, sie könnten uns immer wieder mit dem gleichen Mist ködern und im großen Stil abkassieren ohne dass wir es bemerken. Da haben sie die Rechnung aber ohne mich gemacht!“

Das Thema rund um die Lombardis biete nun einmal keinen kontroversen Gesprächsstoff: „Was soll man bei sowas schon groß diskutieren“, fragt Beck leicht entnervt. „Sarah ist eindeutig die Schuldige, die alles kaputt gemacht hat, das liegt doch wohl klar auf der Hand. Aber Pietro hätte auch nicht so streng reagieren müssen finde ich, schließlich ist sie Mutter“. Sie habe sich schon aufrichtig entschuldigt und ihr tue es offensichtlich sehr Leid: „Jetzt liegt es bei Pietro ob er ihr noch eine Chance gibt. Viel mehr kann man zu dem Thema aber nicht sagen“. Eine Versöhnung zu Weihnachten jedoch wäre laut Beck „selbstverständlich herzerwärmend“.

Dabei geht es ihm um viel mehr als nur um die Lombardis: Wegen prominenter Berichterstattung in den Medien über derartig triviale Themen würde der Diskurs über viel wichtigere Angelegenheiten der Bundesrepublik und des Weltgeschehens weitgehend ignoriert werden, so jedenfalls die Theorie von Beck: „Wann reden wir endlich über Themen wie Datenschutz der Bürger oder Kinderarmut in Afri… Oh, guck mal, DSDS läuft wieder. Den Bohlen kann doch keiner mehr sehen, Herrgott!“.